Auf einen Blick
Säure ist der natürliche Frischegeber des Weins, der den Speichelfluss anregt, Fett und Restsüße balanciert und Weine über Jahrzehnte lagerfähig macht.
Fakten-Matrix
Wein-Kompass · Sommelier-Überblick | Hauptsäuren | Weinsäure (stabil), Äpfelsäure (frisch-apfelig), Milchsäure (weich-cremig) |
|---|---|
| Biologischer Säureabbau (BSA) | Umwandlung spitzer Äpfelsäure in milde Milchsäure durch Milchsäurebakterien |
| Sensorischer Effekt | Speichelfluss an den seitlichen Zungenrändern |
Säure im Wein
Säure ist das lebendige Rückgrat jedes Weins. Ohne sie wäre Wein ein flaches, mastiges und schnell verderbliches Getränk.
Die drei Hauptsäuren
- Weinsäure (Tartarsäure): Die stärkste und stabilste Säure der Weinrebe, entscheidend für Reifepotenzial und niedrigen pH-Wert.
- Äpfelsäure: Erinnert an knackige grüne Äpfel; sie wird bei warmem Wetter von der Rebe abgebaut.
- Milchsäure: Entsteht während der malolaktischen Gärung (BSA) und verleiht Weinen eine samtig-cremige Weichheit.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Säure ist für Spitzenweißweine prägend?
Weinsäure und Äpfelsäure verleihen jungen Weißweinen wie Riesling oder Chablis ihren rassigen, lebendigen Charakter.