Säure im Wein: Funktion, Arten & Sensorik

Säure im Wein: Funktion, Arten & Sensorik
Auf einen Blick

Säure ist der natürliche Frischegeber des Weins, der den Speichelfluss anregt, Fett und Restsüße balanciert und Weine über Jahrzehnte lagerfähig macht.

✦ Fakten-Matrix
Wein-Kompass · Sommelier-Überblick
Hauptsäuren Weinsäure (stabil), Äpfelsäure (frisch-apfelig), Milchsäure (weich-cremig)
Biologischer Säureabbau (BSA) Umwandlung spitzer Äpfelsäure in milde Milchsäure durch Milchsäurebakterien
Sensorischer Effekt Speichelfluss an den seitlichen Zungenrändern

Säure im Wein

Säure ist das lebendige Rückgrat jedes Weins. Ohne sie wäre Wein ein flaches, mastiges und schnell verderbliches Getränk.

Die drei Hauptsäuren

  1. Weinsäure (Tartarsäure): Die stärkste und stabilste Säure der Weinrebe, entscheidend für Reifepotenzial und niedrigen pH-Wert.
  2. Äpfelsäure: Erinnert an knackige grüne Äpfel; sie wird bei warmem Wetter von der Rebe abgebaut.
  3. Milchsäure: Entsteht während der malolaktischen Gärung (BSA) und verleiht Weinen eine samtig-cremige Weichheit.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Säure ist für Spitzenweißweine prägend?
Weinsäure und Äpfelsäure verleihen jungen Weißweinen wie Riesling oder Chablis ihren rassigen, lebendigen Charakter.

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